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Wir Menschen haben unsere Hoffnung getötet und töten sie immer wieder, wo wir dem Guten keine Chance mehr geben, wo wir uns von unseren Krisen gefangen nehmen lassen und nur noch das Schlechte sehen – dort, wo wir jede Hoffnung aufgeben.
Aber Gott macht das Unmögliche möglich und lässt Jesus wieder auferstehen. Gott lässt es nicht zu, dass wir unsere Hoffnung aufgeben oder in unseren Krisen versinken. In der Auferstehung Jesu schenkt Gott uns eine Hoffnung, die niemals mehr sterben wird. Das
Wort Ostern stammt vom Altgermanischen Wort „Austro“ oder „Ausro“ und bedeutet „Morgenröte“.
Vielleicht ist es deshalb auch
etwas ganz besonders, dass
mitten im Krieg TROTZDEM
die Sonne aufgeht, die Tage
länger werden und die Knos-
pen sprießen. Denn wo wir
Menschen in unserem „Kar“,
in unserer Trauer, in Krisen,
Kriegen oder in der eigenen
Hilflosigkeit versinken,
schenkt Gott uns einen neuen
Morgen – nicht nur jeden Tag,
sondern vielleicht durch ein
liebes Wort, eine nette Begeg-
nung – vielleicht auch erleich-
terndes Gebet:
„Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr, Gott zu unsren Zeiten. Es
ist ja doch kein andrer nicht, der für uns könnte streiten; denn du unser Gott alleine.“ (evang. Gesangbuch 421).
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein fröhliches Ostern – gerade TROTZDEM, dass wir es feiern und erleben können, dass Gott unsere Welt schon gerettet hat, weil wir sie nicht retten könnten oder müssen.

Ihre Pfrin. Corinna Bandorf

 

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